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Kölsche Tapa und aufregende Schmuckkreationen im Programmbereich „offene Ganztagsschulen“

Karin Rottmann

Dank der Förderung durch die Sal. Oppenheim-Stiftung kann der Museumsdienst kostenfreie Ferienprogramme für offene Ganztagsschulen anbieten. Über das geförderte Programm sollen vor allen Dingen Kinder angesprochen werden, die wenige Möglichkeiten haben, Museen kennenzulernen. Deshalb hat sich der Museumsdienst Köln an das Schulamt gewendet, um das Kontingent von Workshops adäquat verteilen zu können. Um das Programm bekannt zu machen, fand zunächst in den Seminarräumen des  Schulamtes eine erste Fortbildungsveranstaltung zum Programm statt. Natürlich stehen das Jahresthema “Museum Textil” und die Tagung für die angebotenen Konzepte Pate.

„Kölsche Tapa“ ist eines der Programme, die die eingeladenen Pädagoginnen im Schulamt kennenlernten. Das Thema bezieht sich auf die im Rautenstrauch-Joest-Museum Kulturen der Welt vom 12.10.13 – 27.04.14 gezeigten Ausstellung: “Made in Oceania –  Tapa-Kunst und Lebenswelten“. Ausgangsidee zum Ferienworkshop sind die abstrahierten, manchmal aus der Natur entlehnten Muster auf den aus Baumrinde hergestellten Stoffen aus Oceanien. Man kann dort zum Beispiel Vogelmotive entdecken, Wellenmuster, Fische, aber auch geometrische Elemente und interessante Ordnungssysteme, wie Reihungen, Parallelen und  Symmetrie. Die Musterwelt der Südsee  als Idee eines Zeichensystems soll nun auf eine Kölner Situation übertragen werden: es sollen „kölsche Tapa“ entstehen.

Wir suchten zunächst bekannte Motive aus Köln, die Domspitzen, die Kranhäuser vom Rheinauhafen, die Wellen des Rheins, die Brücken, die Stadtsilhouette, der Fußball, die Tränen der Jungfrauen aus dem Stadtwappen, die Narrenkappe, die Heinzelmännchen, die Kronen der Heiligen 3 Könige…. Die Ideen waren dann schnell als Musterrapport auf Papier gesetzt und es gab direkt Interessenten für die Buchung!!! Ein Feedback gab es bereits. Die Kinder aus bestimmten Stadtteilen kennen ihren Heimatort gar nicht, so seien viele noch nie im Kölner Dom gewesen und würden all die vielen „Kölnmotive“ gar nicht kennen. Wir werden nicht so streng sein, denn es ist natürlich auch möglich, ein ganz persönliches „Tapa-Muster“ zum eigenen Lebensraum, z.B. der Schule  zu entwickeln.

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„Aufregende Schmuckkreationen“ heißt ein 2. Programm, das der Museumsdienst Köln für das oGTS-Herbstferienprogramm im Angebot hat.  Die Ausstellung „Boys get skulls, girls get butterflies“ die vom 21.September bis 15.Dezember 2013 im Museum für Angewandte Kunst gezeigt wird,  geht der Frage nach der Objektsprache von Schmuck nach. Spektakuläre Stücke des international renommierten Goldschmiedekünstlers Georg Hornemann werden mit Schmuckkunst aus der eigenen Sammlung konfrontiert. In den Workshops entwerfen die Kinder mit den dazu zur Verfügung gestellten Materialien, wie Aluminiumfolie, Draht, Holzringen und vielen verschiedenen Dekorationselementen eigene Schmuckobjekte. Da die Fortbildung nur von Pädagoginnen besucht wurde, war es nicht verwunderlich, dass das Angebot bereits noch am selben Tag der Fortbildung ausgebucht war.

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Magie der Stoffe

Ein Bericht von Karin Rottmann

Ein halbes Jahr lang haben sich die Kunst-AG der Pestalozzi-Förderschule mit unserer Mitarbeiterin Cristine Schell im Rautenstrauch-Joest-Museum mit textilen Techniken beschäftigt. Bei ihren Experimenten mit Batik
und Stoffmalerei erlebten die Schülerinnen und Schüler so manche Überraschung. Im Kontext der im Museum ausgestellten Objekte lernten die Jugendlichen im Alter von 13 bis 17 Jahren viel über die Bedeutung und Hintergründe der Textilien. Beispielsweise waren einige Muster und Ornamente nur für Könige oder bestimmte Anlässe vorgesehen, und die Menschen glauben zum Teil heute noch daran, dass die besonderen Zeichen und Symbole „magische“ Bedeutung haben.

Die Schülergruppe machte mit den eigenen Versuchen die Erfahrung, dass durch die vielen zeitaufwendigen Verfahren für die Dekoration der Stoffe eine besondere Wertschätzung zum Ausdruck kommt. In den Workshops versahen sie Geschenkkarten, T-Shirts und Tücher in Reservierungs- und Abbindetechnik mit Dekors. Für die Präsentation richteten die Schülerinnen und Schüler wie die Museumsprofis eine Vitrine ein.

Die Schulpartnerschaft der Pestalozzi-Förderschule mit dem Museumsdienst Köln besteht schon seit mehr als 15 Jahren. Die Workshops sollen die Schülerinnen und Schüler mit den Museen vertraut machen und sie befähigen, sich aktiv mit ihren Arbeitsergebnissen am kulturellen Leben zu beteiligen. Die PWC Stiftung Jugend Bildung Kultur hat das Projekt finanziert. Die Schülerinnen und Schüler der Pestalozzischule werden ihr Projekt auch bei der Tagung  vorstellen.

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Künstlerprojekt mit Walter Bruno Brix

Ein Bericht von Karin Rottmann

Nun starten bald die letzten Projekte, die zur Tagung präsentiert werden sollen. Mitte September trafen sich Petra Backhaus, Kollegin aus unserer Partnerschule Kollegschule Humboldstraße, mit ihrer Ausbildungsklasse für Bekleidungstechnische Assistentinnen und Walter Bruno Brix in seinem Atelier und setzten sich mit einer Reihe seiner Arbeiten auseinander. Der Textilkünstler und Japanspezialist erzählte den Schülerinnen etwas über die unterschiedlichen Traditionen der Herstellung von Kleidung. Das Schneiderhandwerk europäischer Tradition setzt sich dreidimensional mit Kleidung auseinander und die japanische – wie beim Kimono – zweidimensional. Die Schülerinnen waren begeistert von den vielen Projekten, die vor Ort im Atelier aus Koffern, Kisten und Schränken hervorgezaubert wurden: die „Herzen großer Frauen“ –  z.B. das der Madame Curie, die Taschentücher für die Tränen um die Heilige Ursula, die Jacken mit den Wortcollagen zum ‘Kapital’ und vieles mehr.

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“So, und was wollen wir im gemeinsamen Projekt für eines der Intermezzi zwischen den Vorträgen zur Tagung  umsetzen?”, war die Frage, die Walter Bruno Brix vor dem Besuch im Wallraf-Richartz-Museum mit der Klasse diskutierte. Es soll etwas mit dem Fachunterricht „Textiltechnik“ zu tun haben. Denn dort werden Schnittmuster entwickelt und umgesetzt.  „Es würde naheliegen, Kleider aus Bildern nachzuschneidern“, war die erste Idee der Schülerinnen.  “Oh, das könnt ihr doch mit eurer Fachkompetenz ohne mich”, provozierte der Künstler die jungen Frauen.  “Wie wäre es,  Gegenstände aus Bildern zu wählen, die euch interessieren, die etwas mit eurer Gedankenwelt zu tun haben, mit euch als Frauen? Und diesen Gegenstand würdet ihr dann als textiles Objekt umsetzen?”, schlug Walter Bruno Brix vor.
“So wie es Meret Oppenheim mit der Felltasse gemacht hat?”, fragte eine Teilnehmerin. Das fanden alle sehr interessant.

Eine Woche später trafen sich dann alle im Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud und gingen mit Fotoapparat, Block und Zeichenstift auf die Suche nach Objekten in Bildern. Immer wieder machen wir die Erfahrung, dass es eine wunderbare Motivation ist, unter bestimmten Fragestellungen Museumssammlungen zu besuchen. Dinge, die man ohne „Suchauftrag“ nie in Bildern wahrnehmen würde, springen einen an: die Lilie in einer Vase auf einem frühen Gemälde des Mittelalters, der Schild mit Teufelsfratze in der Hand eines Dämons, Kronen, Kelche, Spielkarten, geschälte Zitronen, Käfer und vieles mehr. Die Ausbeute der jungen Frauen für ihre persönliche Auswahl war erstaunlich! Für Meike sind es die Flügel der Engel und Dämonen und die Faszination der Dualität von Gut und Böse, die sie anzieht. Vanitasmotive als Anspielungen auf die Vergänglichkeit, wie die vielen Schädel auf den Bildern des Mittelalters, interessierten eine Reihe von Schülerinnen. Aber auch die Idee von Ordnung, die ein Bündel Spargel repräsentiert, wurde als Idee von Vanessa geäußert. In der abschließenden Gesprächsrunde ging es um die Arbeitstechniken, denn die Objekte werden technisch zum Teil eine große Herausforderung sein. Wir sind nun gespannt, was die Schülerinnen mit Petra Backhaus und Walter Brix zur Tagung auf der Bühne präsentieren werden.

„Museum textil“

Die Museumsschule Köln bereitet eine große Kunstaktion vor, die mit dem Titel “Museum textil” von der JugendArtGalerie in einer Ausstellung gezeigt werden wird. Dazu wurden eine Reihe von Workshops entwickelt, die im Rahmen der Tagung ebenfalls vorgestellt werden.

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Kamm des Hl. Heribert, Metz,9. Jh., Elfenbein, Museum Schnütgen

Museum Schnütgen und Rautenstrauch-Joest-Museum

Kammgeschichten
Der Kamm ist das älteste Werkzeug zur Körperpflege. Mit seiner Hilfe können Haare geordnet, geschmückt oder Verschmutzungen und Ungeziefer beseitigt werden. Die ersten Kämme wurden aus Elfenbein oder Knochen gefertigt. Später verwendete man auch Holz, Metall und Horn. Moderne Kämme sind meist aus Kunststoff, Holz oder Metall und werden industriell produziert. Kämme werden von Männern und Frauen benutzt und kommen in Kulturen aller Kontinente vor. In Märchen und Gedichten wird Kämmen zur magischen Handlung, teils zum Schaden, teils zum Nutzen. In einem rituellen Kontext steht der Kamm des Hl. Heribert im Museum Schnütgen. Er fand seine Verwendung bei zeremoniellen Vorgängen, wie dem Kämmen der Haare des Bischofs nach dem Überziehen des Ornats vor dem Gottesdienst. Man versinnbildlichte damit das Ordnen der Gedanken und die Konzentration auf das liturgische Geschehen. Die Schülerinnen und Schüler vergleichen Materialien, Bildmotive und Funktionen von Kämmen in verschiedenen Kulturen und zu verschiedenen Zeiten. Im Werkraum des Museums und im Unterricht fortgeführt schreiben sie Kurzgeschichten und Gedichte aus der Perspektive des Kamms. Aus verschiedensten Materialien werden Kämme – verrückte Kämme – hergestellt und/oder verziert.

Dieser Workshop ist geeignet für Grundschulklassen ab Klasse 4 und Sekundarstufe I, Klassen 5 und 6 empfohlene Fächer: Sprache, Kunst und Sachunterricht. Es wird 2,5 Stunden im Museum gearbeitet. Anschließend sollte im Unterricht der Schule weitergearbeitet werden. Der Workshop wird von Rita Böller und Frank Hartmann durchgeführt. Bitte melden Sie sich an. rita.boeller@stadt-koeln.de , 0221/221-31402

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Handtuch,Türkei, 19.Jh.

Sticken reloaded
Die textile Technik des Stickens war in China, Altindien und Ägypten schon früh bekannt. Die Assyrer waren die ersten, die nicht nur geometrische Muster, sondern auch Tier- und Menschengestalten auf Kleidung und Tüchern zur Darstellung brachten. Von ihnen lernten die Griechen und von diesen die Römer. Im Mittelalter wurde die Kunst der Stickerei in Klöstern gepflegt, die für den gottesdienstlichen Gebrauch geistliche Gewänder und Paramente anfertigten. In Europa kam mit der geistigen Bildung auch die Kunst des Stickens in weltliche Hände. In verschiedenen Kulturen waren bestimmte Stickarbeiten Männern vorbehalten und Muster und Farben einzelnen Regionen zugeordnet. Sticken fördert die Feinmotorik, ist ordnungsgebend und musterbildend, beruht auf Wiederholung, benötigt viel Ausdauer und Geduld und erfordert die Koordination mit beiden Händen. Nach den ersten Übungen stellt sich durch die stete Wiederholung eine entspannende, teils sogar meditative Wirkung ein, die Kinder und Jugendliche lieben. Die Schülerinnen und Schüler betrachten und beschreiben gestickte Bildmotive auf liturgischen Gewändern aus dem Mittelalter und Festtagskleidung aus Afrika, Palästina und der Türkei, sie vergleichen Muster und Farbwirkungen und erfahren, dass die textile Technik des Stickens je nach Kultur Frauen- oder Männerarbeit ist. Angeregt durch die Objekte im Museum Schnütgen und Rautenstrauch-Joest-Museum entwickeln die Schülerinnen und Schüler im schulischen Unterricht eigene Stickmuster und –bilder bis hin zu verschiedenen Materialideen, worauf und womit gestickt werden kann. Die Stickprozesse können gerne von den Schülerinnen und Schülern mit Fotos dokumentiert werden.

Dieser Workshop ist geeignet für Klassen der Sekundarstufe I und wir empfehlen ihn für das Fach Kunst/ Textilgestaltung. Es wird 1,5 Stunden im Museum plus weiterer Arbeitszeit im Unterricht der Schule. Durchgeführt wird er von Rita Böller und Frank Hartmann. Bitte melden Sie sich an. rita.boeller@stadt-koeln.de , 0221/221-31402

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Brautkleid,Türkei, 19.Jh

Vorbereitung auf den großen Auftritt
Grundgedanke dieses Projektes ist, dass wir durch Kleidung bewusst oder unbewusst unsere Selbstwahrnehmung beeinflussen, bzw. dass wir die Wahrnehmung anderer zu beeinflussen suchen. Dies geschieht bei zahllosen Anlässen, wie z.B. beim Discobesuch, beim Vorstellungsgespräch, beim Anlegen von Arbeitskleidung, bei religiösen Festen wie der Erstkommunion oder dem Sünnet. Mit dem Anlegen der Kleidung verändert sich etwas in mir. Dabei ist die Wahl der Kleidung niemals beliebig, ggf. kommen sogar bestimmte ritualhafte Handlungen zum Einsatz. Wir möchten solche „Verwandlungen“ fotografisch dokumentieren. Außerdem soll ein Nachdenken über diese Prozesse angeregt und die Ergebnisse dieser Selbstreflexion in Form eines Textes dokumentiert werden. Eingeleitet  wird der Arbeitsprozess durch Exponate im Museum Schnütgen und im Rautenstrauch- Joest – Museum.

Der Workshop wird von Frau Böller und Herr Hartmann durchgeführt und ist fächerübergreifend geeignet für die Klassen: 9. oder 10. Klasse (ggf. ist wäre hier eine Vermittlung notwendig) Es wird ca. 90 min im Museum gearbeitet. Danach entstehen Texte, Fotos (Fotos/Film) in Zusammenarbeit in der Schule.

Bitte melden sie sich an bei: Frank Hartmann Tel: 0221 221 22339 mail: frank.hartmann@stadt-koeln.de

NS-Dokumentationszentrum

NS-Dok

Zwischen 1933 und 45 entstanden Fotos von Gefangenen im Zuchthaus Siegburg. Sie waren für die Häftlingskartei gedacht und zeigen die Männer als Brustbild, mit nacktem Oberkörper. Hiermit wurde eine zweifache Wirkung erzielt: Einerseits diente diese Prozedur der Erniedrigung und Entwürdigung der Gefangenen, andererseits wurden die Fotografierten auch sofort als Opfer kenntlich gemacht. Demgegenüber demonstrierten die Nationalsozialisten ihre Machtstellung mit teils üppig dekorierten Uniformen. In der Ausstellung analysieren die Schülerinnen und Schüler die Instrumentalisierung von vorhandener und fehlender Kleidung in dieser Zeit. Anschließend finden sie künstlerische oder textile Formen, den gedemütigten Opfern ihre Würde wiederzugeben.

Maximal können 15 Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Der Workshop eird von: Birgit Kloppenburg durchgeführt. Wir empfehlen ihn für die Fächer Geschichte, Textil, Kunst, Religion, Ethik, Sozialwissenschaften, Gesellschaftslehre. Der Workshop ist geeignet für die Klassen 9 -10 und er dauert ca. 3 Stunden. Bitte melden Sie sich an: Birgit.Kloppenburg@stadt-koeln.de, 0221/22125356

Am Montag, 14.10. 2013 von 15.30-17.30 Uhr wird es einen Info-Nachmittag geben. An diesem Tag sollen Arbeitsproben vorgestellt werden, die Jugendliche in dem Projekt bereits  angefertigt haben. Außerdem wird die Ausstellung im NS-Dokumentationszentrum mit textilen Exponaten besprochen, zu der die Schülerinnen und Schüler auch weiterhin handlungsorientiert arbeiten können.

Museum Ludwig und Wallraf- Richartz- Museum

MU-LU Style“
Gestalte deine eigene Modelinie mit Motiven des Museum Ludwig
Verschiedene Modellschnittvorlagen für Taschen, T-Shirts, Pullover und Jacken laden ein, individuell mit einem kunstvollen Mix von Kunstwerken aus dem Museum Ludwig nach eigenen Vorstellungen gestaltet zu werden: Expressive Farbdynamik, spannende Details, Ornamente…
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Beispiel für den “MU-LU”-Style. Foto: Björn Föll

In einem 2. Schritt können (gegen einen Materialbeitrag) nach Absprache mit der betreuenden Lehrkraft die Entwürfe mit Stofffarben und Textilien umgesetzt werden. Ergänzend kann in der Schule weitergearbeitet und die Entwürfe ausgestaltet werden, als Start eines eigenen Labels? Entstehende Entwürfe können fotografisch dokumentiert und gemeinsam gesammelt werden.

Es können maximal 25 – 30 Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Der Workshop wird von: Björn Föll durchgeführt und für das Fach Kunst empfohlen. Er ist geeignet für die Klassen: ab Klasse 7 und dauert ca. 2- 3 Stunden. Hier können Sie sich anmelden: bjoern.foell@t-online.de, 0177/6844610

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Beispiel eines Spickelbildes aus dem Wallraf-Richartz-Museum / Fondation Corboud

 „Spickelbilder“
In der grafischen Sammlung des WRM/FC lernen wir hochspannende Raritäten aus dem 19.Jhrd. kennen, welche erstaunlich modern und „poppig“ wirken, sogenannte „Spickelbilder“. Hier wurden Drucke individuell ausgeschnitten und fein mit Stoffen hinterlegt. Eine kreative und handwerklich herausfordernde Angelegenheit, nicht nur mit sakralen Motiven. Als Themen des Zentralabiturs NRW können hier grafische Werke der Renaissance, u.a. von Michelangelo und Dürer, und von Caspar David Friedrich überarbeitet und interpretiert werden. Ausgehend von verschiedenen, eventuell vom Kurs und dem Fachkraft vorgeschlagenen Foto- oder Druckvorlagen und Bildgrößen werden individuelle Werke entstehen. Es können sogar ganze Bildzyklen von Klassen/Kursen gestaltet werden.

Es können maximal 25 – 30  Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Der Workshop wird von: Björn Föll durchgeführt und für die Fächer Kunst und Religion empfohlen. Er ist geeignet ab Klasse 9. Die Dauer des Workshops wird auf 2-3 Stunden angesetzt. Bitte melden Sie sich an: bjoern.foell@t-online.de, 0177/6844610

„Individuelle Projekte“
In der Laborwerkstatt „Museum textil“ und der LehrerInnen-AG sind verschiedene Ideen und Konzepte zur Arbeit mit Textilien entwickelt worden. Erfreulich und innovativ daran: Die Kolleginnen und Kollegen haben sowohl Ideen, „mal wieder“ selber kreativ zu werden, als auch in Koordination mit der Museumsschule abgestimmte künstlerische Vorhaben in den Museen und in der Schule durchzuführen. Z.B. Fotografische Inszenierung mit Krägen bezogen auf Gemälde des WRM/FC, Erstellen von Modeblogs, Arbeiten mit Stoffen, Typografie und Frottage, Entwicklung fairer Modelabels,….

Wie viele Schülerinnen und Schüler teilnehmen können, erfolgt nach Absprache. Die Leitung und Koordination übernimmt Björn Föll. Die Projekte können ab Klasse 8 durchgeführt werden und die Dauer kann individuell abgesprochen werden. Hier melden Sie sich an: bjoern.foell@t-online.de, 0177/6844610

In einem Lehrer-AG-Treffen zu dem Thema „Museum textil“ für die Sekundarstufe II im WRM und ML werden Unterrichtsvorschläge, erste Ergebnisse und bereits geplante Projekte vorgestellt, gesammelt und diskutiert: Mittwoch, 11.09.2013, 15.30- 17.30 Uhr, Treffpunkt Kasse des Museum Ludwig.
Bitte melden Sie sich bis zum 04.09.13 an bei Björn Föll und mit Angabe von Name, Vorname, Schulform, Fächer unter: erika.jaeger@stadt-koeln.de

 

„Me in my bag“
Ästhetische Forschung und gestalterische Auseinandersetzung mit dem Thema Tasche/Koffer/Rucksack und Identität

Es können maximal 30 Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Der Workshop wird von Anja Hild (SEK I), Alexa Schink und Christine Wolf (Primarstufe) durchgeführt. Er wird für die Fächer Kunst, Textil, Religion, Sachunterricht, Geschichte, Deutsch empfohlen und ist für die Klassen 3-10 geeignet. Die Dauer der Veranstaltung in der Museumsschule ist auf ca. 3 Stunden angesetzt. (Vor- und Weiterarbeit in der Schule gewünscht).

Nana

„Soft-Skulptures“
Textiles in Skulptur, Assemblage und Environment. Gestaltung von textilen Objekten zu Künstlern wie Picasso, Claes Oldenburg, George Segal und Marisol

Es können maximal 30 Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Der Workshop wird von: Anja Hild (SEK I), Alexa Schink und Christine Wolf (Primarstufe) durchgeführt. Er ist für die Fächer Kunst, Textil, Religion, Sachunterricht, Sozialwissenschaften, Deutsch empfohlen und geeignet für die Klassen 3-10. Die Dauer der Veranstaltung in der Museumsschule ist auf ca. 3 Stunden angesetzt. (Vor- und Weiterarbeit in der Schule gewünscht).

Textiles in der Kunst des 20. Jahrhunderts
individuelle Projekte zu Carl Hofer, Paul Klee, Joan Miro, Alexander Calder, Francis Picabia, Pablo Picasso, Jasper Johns, Niki de St. Phalle, Duane Hanson, Edward Kienholz, Yves Klein, Lucio Fontana, Sigmar Polke, Christian Boltanski, Rosemarie Trockel, Franz Gertsch u.a.

Es können maximal 30 Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Der Workshop wird durchgeführt von Anja Hild (SEK I), Alexa Schink und Christine Wolf (Primarstufe). Er wird für die Fächer Kunst, Textilgestaltung u.a. empfohlen und ist geeignet für die Klassen 2-10. Er dauert ca. 3 Stunden. (Vor- und Weiterarbeit in der Schule gewünscht).

Biedermeier

Bilder werden lebendig
Schülerinnen und Schüler schlüpfen in historische Kostüme (Wallraf) und verwandeln sich mit Hilfe spezifischer Accessoires (Museum Ludwig) und erleben Kunst und Geschichte(n) hautnah.

Es können maximal 25 Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Der Workshop wird durchgeführt von Anja Hild, Alexa Schink, Christine Wolf. Er wird für die Fächer Kunst, Textilgestaltung, mit Anknüpfungen an Sachunterricht bzw. Geschichte und Religion empfohlen und ist geeignet für die Klassen 1-6. Die Dauer der Veranstaltung ist auf ca. 2-3 Stunden angesetzt.

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Wilhelm Leibl „Das Mädchen mit der Nelke“ um 1880/81, Fragment mit Mieder, Wallraf-Richartz-Museum / Fondation Corboud

Textile Details
Ausgehend von Wilhelm Leibls „Das Mädchen mit der Nelke“ um 1880/81, Fragment mit Mieder, werden Bildausschnitte (ggf. mit Hilfe von Einstellungsgrößen der Kamera) betrachtet. Bei Nahaufnahmen ist man von etwas „eingenommen“ so auch Wilhelm Leibl, als er sich entschloss, sein Gemälde „Mädchen mit der Nelke“ zu zerlegen: Die feinen Falten des Schürzenbundes, die gerafften Stoffpartien des Ärmels und die Brosche über dem Mieder, waren dem Maler so wertvoll, dass er, als er die Gesamtkomposition des ursprünglichen Bildes verwarf, das Bild kurzerhand zersägte. Erhalten geblieben ist uns allein das Fragment mit Mieder. Im Anschluss an einen Rundgang durch die Sammlung zeichnen und/oder fotografieren die Schülerinnen und Schüler entdeckte textile Bilddetails oder Ausschnitte ihres individuellen Outfits nach eigenen Vorstellungen. (Wenn vorhanden Fotoapparate/ Fotohandys mitbringen)

Es können maximal 25 Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Der Workshop wird durchgeführt von Anja Hild, Alexa Schink, Christine Wolf. Er wird für die Fächer Kunst, Textilgestaltung mit Anknüpfungen an Sachunterricht bzw. Geschichte empfohlen und ist geeignet für die Klassen: 3 -10. Die Dauer der Veranstaltung ist auf ca. 2-3 Stunden angelegt. Bitte nehmen Sie mit uns telefonisch Kontakt auf: Anja Hild /Sek I 0221-221/24044 Alexa Schink/ Primarstufe 0221-221-23709 Christine Wolf/ Primarstufe 0221/221-23709

In einer Lehrerfortbildung nach den Sommerferien  zum Thema „Textiles in der Kunst des 20. Jahrhunderts“ werden Unterrichtsvorschläge vorgestellt, gesammelt und diskutiert: Mittwoch, 11.09.2013 15.30- 17.30 Uhr. Bitte melden Sie sich bis zum 04.09.2013 an (Angabe von Name, Vorname, Schulform, Fächer) unter: erika.jaeger@stadt-koeln.de

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