Sortiert

Intermezzo mit Christina Bacher

Im Grunde ist alles Fassade, wer sollte das besser wissen als ich?

Mein Name ist Heinz, Klamotten-Heinz. Manche schmunzeln, wenn sie das hören und denken dabei an Bond, James Bond. Doch wenn sie mich genau anschauen, denken sie das nicht mehr. Ich bin ja eher schmächtig und scheu, – er – Bond – dagegen ein absoluter Macher. Das einzige, was uns verbindet, ist der Anzug: Ich habe auch einen Strellson Premium Black, fast das gleiche Modell, nur nicht kugelsicher. Ich trage ihn jedoch nur zu besonderen Gelegenheiten, beispielsweise, wenn ich meinen Hartz IV-Antrag verlängere oder ein Gespräch mit Frau Jühlke beim Jobcenter habe. Doch dazu nachher mehr. (Klamotten-Heinz I)

Die Kölner Autorin Christina Bacher hat sich mit dem Klamotten-Heinz eine Figur erdacht, die durch ihr Handeln viele Vorurteile über Wohnungslose über Bord wirft.  Heinz, der ein „OFW“ („ohne festen Wohnsitz“ im Pass hat), hat die größte Garderobe im Freundeskreis. Und da er auf der Platte keinen Stauraum hat, hat er sich einen begehbaren Kleiderschrank in einer Schrebergartenanlage eingerichtet. Hierhin zieht er sich zurück und kleidet sich je nach Gelegenheit um: Verlottertes zum Betteln, den schwarzen Anzug für Amtsbesuche. Dass er dann eines Tages auf die Idee kommt, als Edelmann im noblen Hotel Kramp aufzutauchen, um sich dort eine Nacht im warmen Bett zu erschleichen, wird er von der Polizei aufgegriffen. Doch trotz Einheitskleidung in der JVA bleibt Klamotten-Heinz seinem wichtigsten Grundsatz treu: in der Not hilft nur das „Zwiebelprinzip“ – möglichst viele Lage zum Entblättern.

Christina Bachers Beobachtungen basieren auf ihren Erfahrungen als Chefredakteurin der Obdachlosenzeitung DRAUSSENSEITER, die sie gemeinsam mit Wohnungslosen und Menschen in sozialen Schwierigkeiten macht. „Die Intermezzi zum Klamotten-Heinz sind auch für mich eine schöne Erfahrung gewesen, weil sie meine beiden Standbeine verbinden,“ sagt die 40jährige, „das literarische Schreiben und meine journalistische Tätigkeit verschmelzen in diesen Texten – ein interessantes Experiment.“ Die Zuhörer fanden das auch und gaben begeistert Applaus.

 „Guten Tag, ist die Suite noch frei?“ Erstaunt schaute mich der Mann an. Ich lächelte, zahnlos. „Genau. Ich bin der Sohn vom Chef.“ Das war jetzt ein kritischer Moment, das war mir klar. Würde er mir die Rolle abnehmen? Ich drückte den Bauch rein und die Brust raus, das weiße Hemd spannte über meinem Bauch. Wie beiläufig ließ ich meine Manschettenknöpfe aufblitzen, als ich mir mit der Hand über das gegeelte Haar fuhr. Er musterte mich immer noch durch seine trüben Brillengläser, sein Mund stand für einen kurzen Moment ungläubig offen. Dann sagte er: „Schöner Strellson, feines Stöffchen. Den gleichen trägt James Bond.“ Nicht mich hatte er also angesehen, sondern den Anzug. Er hatte weder meine gerötete Haut wahrgenommen, noch meine schlechten Zähne. Ich war jetzt Kramp, Heinz Kramp. Der Sohn vom Chef. „Das sagt mein Vater auch immer,“ grinste ich ihn an und nahm den Zimmerschlüssel, den er mir reichte. Die Nacht war gebongt. (Klamotten-Heinz II)

 

Rückblick auf zwei Tage voller Mode im Museum

Die Tagung fashion@society liegt schon wieder einige Zeit hinter uns und wir haben uns ein wenig Zeit gelassen, um alles noch einmal zusammenzufassen. Das soll jetzt nachgeholt werden.

Es waren insgesamt 120 Besucher an zwei Tagen im Kulturquartier am Neumarkt, um sich in unterschiedlichen Formaten angeregt über Mode auszutauschen. Sieben großartige Vorträge gaben dazu Impulse, acht Talks mit ausgewiesenen Experten lieferten Gesprächsstoff und in fünf Workshops konnte man aktiv zu einzelnen Themen arbeiten. Mit über 30 Projektpräsentationen wurde ein weiter Bogen gespannt zu der museumspädagogischen Arbeit in den Kölner Museen und insgesamt fünf Führungen brachten Einblicke in laufende Ausstellungen mit dem Focus „Mode“ und „Textilien“.

Eine Fotostrecke gibt die Atmosphäre vor Ort wieder und zeigt – als kleine Spielerei – auch hier und da ein bisschen Museumsfashion!

Mit der inhaltlichen Struktur in verschiedene Themenkomplexe haben wir richtig gelegen, denn so konnte im Wechsel von Impulsvortrag, auflockernden Intermezzi und intensiveren Expertentalks die Fülle der Informationen und Anregungen in verträglichen Dosen serviert werden.

Impulsvorträge
Eine gute Nachricht für all diejenigen, die es nicht zur Tagung geschafft haben: es gibt Video-Mitschnitte aller Impulsvorträge und auch für uns vom Orga-Team wird es eine Freude sein, wenn wir uns das noch einmal in Ruhe anhören können. Mit den eingeladenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Museumskolleginnen sowie Journalistinnen und Journalisten entstand ein komplexes Bild von der Bedeutung von Mode – quer durch alle Gesellschaftsschichten, Kulturen und Zeiten.

Im Block „Konsum und Entschleunigung“ berichtete Diana Weis vom Archiv der Jugendkulturen über die Subkulturen junger Menschen und wie diese die jeweilige Mode beeinflussen. Eine ihrer interessanten Thesen ankte sich um die Vorstellung vom „Kaputtsein als Chiffre“. Sie zeigte als Beispiel dafür den Rüpelsänger Pete Doherty, der zu einem gefragten Model wurde, weil die Modebranche plötzlich den Kokain-Chic entdeckte.
Bei Wiebke Jessen erhielten die Zuhörer Einblick in die Lebenswelten der Jugendlichen. Für die Teilnehmer erwies sich letzten Endes die Milieustudie an den Stellen als besonders spannend, wo es um die bildungsfernen Schichten handelt – eine Klientel, zu der man so gut wie gar keinen Zugang hat. Und so wurde hier besonders interessiert aus dem Publikum nachgefragt.

Die Sektion „Inklusion und Exklusion“ brachte die historische Dimension von Mode zur Sprache. Die viel besprochene Ausstellung zur Mode der NS-Zeit, die von Claudia Gottfried für das Rheinische Industriemuseum eingerichtet wurde, zeigt sehr deutlich, welche Machtmechanismen auch über Mode transportiert wurden. Dass die Inszenierung durch Mode auch schon in früheren Zeiten ein bewusstes Mittel der Herrschenden war, führte Barbara Vinken dann in ihrem Beitrag aus.

Am nächsten Tag wurde in der Sektion „Global und glokal“ der Fokus zunächst auf Modephänomene in aller Welt gelegt. Teimaz Shahverdi berichtete von seiner Arbeit mit Modemachern aus aller Herren Länder, die in interessanten Laborsituationen am Weltkulturen-Museum mit der Sammlung arbeiten konnten. Robert Misik formulierte anschließend in seinem Impuls erst einmal das Tagungsmotto um – aus Mode trifft Museum wurde bei ihm Ware trifft Kunst. Interessant auch seine Gedanken zu modischen Klischees und deren Herkunft aus der Kultur.

Der Schlusspunkt der Tagung in der Sektion „Gender und Ästhetik“ beleuchtete die Verwendung von Symbolen und Zeichen in der Modesprache. Im Interview mit der Modeschöpferin Eva Gronbach diskutierte Mario Kramp, Direktor des Kölnischen Stadtmuseums, über die Deutschlandfahne, Bergmanns-Uniformen und den Kölner Dom. All diese Motive fanden Verwendung in der Kollektion der Designerin.

Mahret Kupka beschäftigt sich mit Modeblogs und hinterfragte in ihrem Vortrag die Relevanz dieser Flut immer neuer Selbstdarstellungen im Netz. In ihrer Präsentation skizzierte sie die verschiedenen Kreise von Influencern der Branche über ironische Kommentierungen eines übertriebenen Hype bis zur Thematik der Entstehung interessanter neuer Communities.

Intermezzi
Die Impulsvorträge wurden jeweils gerahmt von kleinen Unterbrechungen der kreativen Art. Neben Tanz und Modenschauen gab es kleine Filmbeiträge und eine Lesung. Ob eine afrikanische Frauengruppe mit den Festtagsgewändern aus ihren Herkunftsländern oder die anrührenden Geschichten von Klamotten-Heinz – die Intermezzi waren unterhaltsam, bunt und lieferten zusätzliche inhaltliche Facetten.

 

Expertentalks
Da unsere Vorträge dazu gedacht waren, kurze prägnante Gedankenimpulse zu geben, haben wir unterschiedliche Experten zusätzlich in Talkrunden gebeten. Hier konnten Lenka Petzold und Annika Cornelissen ihre Idee einer Klamottenkur mit dem Publikum diskutieren und Eva Gronbach in ihrem Mode-Bewusst-Sein die Teilnehmer zu ganz persönlichen Statements zum Thema Mode bewegen.

Im Gespräch mit Sabine Dengel präsentierte Elisabeth-Mikosch ihre Untersuchungen zur Uniform. Deren Schnitt folgte zum Beispiel ganz bestimmten Absichten der Inszenierung von Körperformen. Das Publikum verfolgte besonders gespannt die Entwicklungsstufen der Polizei-Uniformen, welche auch bestimmte politische Botschaften transportieren sollen. Die Uniform spiegelt sich auch in diversen historischen Moden – aus diesem Grund lud man früher beispielsweise junge Offiziere gerne zu gesellschaftlichen Ereignissen.

Rita Wagner entführte die Teilnehmer in ihrem Talk zu einer Zeitreise ins alte Köln. Hierbei konnte man sozusagen live nachvollziehen, welche Hebel in Bewegung gesetzt werden mussten, wenn man sich ein Kleidungsstück schneidern lassen wollte. Köln war damals wichtigster Handelsplatz für kostbare Stoffe und es gab zahlreiche Dienstleistungen rund um das Thema Kleidung und Textilien. Wagner führte den Zuhörern lebendig vor Augen, wer sich damals welche Moden und Extravaganzen leisten konnte.

Auch in den Expertentalks zeigte sich die kulturelle Vielfalt des Modethemas. So berichtete Walter B. Brix darüber, welche Bedeutung bestimmte Stoffe in der Verarbeitung zu asiatischen Kesas haben. Anhand seines Demonstrationsobjektes – ein Kesa, an welchem er ein Jahr lang gearbeitet hat – machte die Handwerkskunst des Nähens haptisch nachvollziehbar.

Die Schleiergeschichten gewährten Einblick in die Perspektive einer Kopftuch tragenden Muslima. In einer Lesung von persönlichen Texten berichteten die Frauen des muslimischen Bildungswerkes von ihren Erfahrungen.  Der Unternehmer Melih Kesmen erzählte in seinem Talk über die persönlichen Hintergründe, die ihn ein Modelabel gründen ließen, welches zeitgenössisches Design mit muslimischen Motiven kombiniert. Seine Motivation war es, die muslimische Lebenswelt mit positiven Botschaften nach außen zu kommunizieren.

Workshops
Die Teilnehmer der Tagung konnten auch aktiv werden. In einer Schreibwerkstatt entstanden persönliche Texte zur Beschäftigung mit Mode. Hier wurden auch die Impulse der Tagung verarbeitet. Mit den Modesprücheklopfern entstanden kleine Kunstwerke auf Stoff und die Museumsgraffitis regten eine besondere Wahrnehmung des Museumsraumes an. Worte aus langen Fäden und Schnüren setzten besondere Akzente in den Kirchenraum des Museum Schnütgen.

Die Teilnehmer an dem Madonnen-Workshop konnten ihre eigene Ausstellung erarbeiten. Mit den Fotos aus dem Madonnen-Projekt konnten sie Bezüge zu den Kunstwerken im Museum Schnütgen herstellen, die durch intensive Gespräche mit den Projekt-Beteiligten reflektiert wurden. Auch die Muster-Expedition in das Rautenstrauch-Joest-Museum lenkte den Blick der Teilnehmenden auf die besonderen Details der Museumsobjekte.

Präsentationen
Mehr als 30 Projekte des Museumsdienstes und der Museumsschule lenkten den Blick auf die Vermittlungsarbeit. Bei der Demonstration der aufwändigen Technik eines japanischen Kimonos konnten die Teilnehmer sich über Kleidung in eine andere Kultur eindenken. Das gleiche funktionierte in einer Art Zeitreise bei der Demonstration römischer Gewänder, die nach den historischen Vorbildern originalgetreu nachgearbeitet wurden.

Über zwei Tage verteilt konnten die Teilnehmer sich auch für ihre eigene Arbeit Anregungen holen. Mode trifft Museum. Hier schloss sich der thematische Kreis der Tagung in den Projekten, die sich alle mit Mode und Textilien in den Ausstellungs-Objekten der Kölner Museen beschäftigten.

Führungen
Da eine ganze Reihe von Anschauungsmaterial direkt vor Ort in den Museen zur weiteren Beschäftigung mit den Themen der Tagung einlud, waren die Führungen in den Ausstellungen des Museums für Angewandte Kunst (Boys get skulls. Girls get butterflies), Museum Schnütgen (Seide statt Sünde), NS-Dokumentationszentraum (Was hat das Hemd mit Politik zu tun?) und Rautenstrauch-Joest-Museum (Oceania. Tapa – Kunst und Lebenswelten; Körper als Bühne) das Sahnehäubchen auf den vielen Eindrücken.
Dieser Rückblick fasst alles zusammen, was wir während der Tagung erlebt haben. In den kommenden Tagen werden wir weitere Materialien hier sammeln, die noch mehr Eindrücke von dem Treffen von Mode und Museum vermitteln können.

 

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Das Modeblog als Spiegel und Bühne

Die Kuratorin Mahret Kupka hat im Frankurter Museum für Angewandte Kunst die Ausstellung „Draußen im Dunkel. Weitermachen nach der Mode“ eingerichtet, die das Modethema aus einer interessanten Perspektive präsentiert. Ausgehend von der These, dass Mode beschreibt, wie der Mensch in seiner Zeit steht, werden in dieser Ausstellung vor allem Aspekte jenseits des Modekonsums gezeigt, die im Zusammenhang mit der angewandten Kunst auch für die Wahrnehmung von Mode als Handwerk sensibilisieren können. Die Ausstellung ist noch bis in den Januar hinein zu sehen und lohnt einen Abstecher nach Frankfurt.

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Flor de Maria
https://www.flordemariafashion.com/

Die Frage, was Mode heute ist und auf welche Weise wir Mode wahrnehmen bzw. auch diskutieren, ist ein wichtiger Impuls für die Arbeit der Kulturwissenschaftlerin, die für zahlreiche Zeitungen und Magazine wie Frankfurter Allgemeine Zeitung oder Texte zur Kunst schreibt. Die 33jährige promoviert derzeit an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe zum Thema “Das Modeblog als Spiegel und Bühne der Selbstinszenierung”. Im Rahmen der Tagung wird sie über ihre Forschungen zu diesem Thema sprechen. Wir haben im Vorfeld einen Text von Mahret Kupka erhalten, der schon einmal einstimmt auf ihren Impulsvortrag. Wir stellen ihn gerne an dieser Stelle komplett zur Ansicht ein.  MahretKupka_Abstract

Mahret Kupka hat nicht nur die historische Entwicklung von Mode im Blick, sondern sie wendet sich der Frage zu, wie sich die Wahrnehmung derselben im Internetzeitalter verändert hat. Der Forschungsgegenstand “Modeblog” trägt dem Rechnung. Kupka schreibt: “Mode wird in diesem Zusammenhang verstanden als symbolischer Wert, der einem Kleidungsstück zugesprochen wird. Mode an sich ist formlos und inhaltsleer. Sie wird erst sichtbar in ihrer Relation zu den Dingen, die als nicht modisch gelten. Mode beschreibt die Grenze zu dem Anderen.”

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Festtagskleidung – aus einem fernen Land

Von Karin Rottmann

Eine Gruppe junger Frauen mit afrikanischem Migrationshintergrund, die sich über die Caritas-Integrationsagentur gefunden haben, sind gerade dabei, ihren Beitrag zur Tagung vorzubereiten. Sie werden ein Intermezzo als Bühnenprogramm zwischen den Vortragsblöcken zeigen und typische Festtagskleidung aus ihren Herkunftskulturen vorstellen.

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Zur Einstimmung traf sich die Gruppe, die von Rosi Loos betreut wird, mit mir in der Ausstellung „Made in Oceania“, die im Rautenstrauch-Joest-Museum noch bis zum 27.4.2014 zu sehen sein wird. Dort kann man Tapa sehen, ein textiles Material aus Rindenbast, das mit Mustern und Ornamenten bemalt und typisch für den ozeanischen Kulturraum ist. Dort haben die Stoffe ganz unterschiedliche Funktionen im Bereich des Wohnens und der Bekleidung. Ein Beispiel eines Rindenbaststoffes aus Papua (dort nennt man die Rindenbaststoffe maro) hat uns sehr beeindruckt. Neben dem Textil mit sehr schönem Doppelspiralmotiv, das heute dem Museum der Kulturen in Basel gehört, ist ein Foto zu sehen, das Paul Wirz 1926 aufgenommen hat. Man sieht die maro als Schmuck der Grabstätte. Die Trägerin des Gewandes hatte es zur Hochzeit geschenkt bekommen und, wie üblich in dieser Kultur, ihr Leben lang begleitet. „Das ist eine schöne Idee!“ „Das ist dann sehr persönlich!“ und „Das berührt mich!“ äußerten die Teilnehmerinnen.

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Ganz begeistert waren die jungen Frauen von der modernen Tapa-Mode, die in der Ausstellung auch zu sehen ist. Die heute in London lebende Designerin Rosanna Raymond hat samoanische Wurzeln und wurde in Neuseeland geboren. Sie greift in ihrer „RePATCHtration – Customised Levi’s“ westliche Modeelemente auf und kombiniert sie mit einem pazifischen Look. Darin sieht sie einen Ausdruck kultureller Identität, der Tradition und Moderne verbindet. Die Projektgruppe fand diesen Denkansatz sehr interessant und hat sich von Rosanna Raymond anregen lassen. Den Museumsbesuch ließen  wir in einer Werkstatt des Museums mit der Arbeit an Modeskizzen ausklingen.

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In den Wochen bis zur Tagung werden sich die Damen mit der Präsentation ihrer Festtagskleidung beschäftigen. Wir können gespannt sein, mit welchen Kreationen sie die Tagungsgäste überraschen werden.

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Klamottenkur von Modeprotest

Die Designerinnen Dorle Schmidt, Lenka Petzold und Annika Cornelissen verfolgen mit der Kampagne Modeprotest die Idee, den Gewohnheitskonsum von Kleidung umzustellen. Dabei setzen die Macherinnen auf Selbstbeteiligung zum Beispiel über Aktionen wie die Klamottenkur zur Fastenzeit. In einem Expertentalk auf der Tagung werden sie von ihrer Vision eines alternativen Bekleidungssystems erzählen und laden die Teilnehmenden ein, einen Wegweiser für eine Minimal-Garderobe mit ihnen zu diskutieren. Zur Vorbereitung auf den Talk haben sie uns bereits ein paar Stichworte übermittelt, die ihren Ansatz in klaren Worten charakterisieren.

IMPULS:
Die Suche nach einer Ausdrucksform für eine materiell reduziertere Modewelt um im krassen Kontrast dem medial dauerpräsenten Konzept des „Fashion-Victims“ zu entgegnen.
 
REAKTION:
Unser Anliegen ist idealistisch und radikal aber auch individuell. Wir verändern indem wir protestierend alltäglich reduzieren und weitere Menschen anstoßen sich zu beteiligen.
 
ZIEL:
Unsere Vision ist ein alternatives Bekleidungskonzept bzw. Mode-System: Kleidung wird ökologisch und fair hergestellt, man kauft nur in dem Maße, wie man es braucht und nutzt. Weniger zu konsumieren ist unser vorrangiges Ziel.

Dorle Schmidt (Projekt-Initiatorin) ist Diplom-Designerin und selbständige Kommunikationsberaterin in Köln. Sie hat lange als Beraterin im Bereich Kreation einer Kommunikationsagentur gearbeitet und sich auf den NonProfit-Sektor spezialisiert. Sie konzipiert und gestaltet Kampagnen, Fundraising-Strategien, Kommunikationsmaterialien und Events für vielfältige Organisationen und Initiativen. Zudem ist sie als Moderation von Workshops und im Aufbau und der Leitung von mehreren Vereinen (mateno.org) und Aktionen engagiert.

Lenka Petzold M.A.(Projekt-Initiatorin, SUSTAINABLE DESIGN CENTER e.V.) ist selbständige Textil- und Integrated-Designerin aus Köln und München. Sie arbeitete als Designerin im Bereich Textil und Konzeption und fokussierte sich auf die nachhaltige Textilgestaltung. Ihre Spezialgebiete sind forschungsorientierte Designbereiche und ökologisch-motivierte Projektarbeit, wo sie sich in diversen öko-fairen Projekten um organisatorische und gestalterische Fragen kümmert.

Annika Cornelissen (sufa: sustainable fashion – Stammtisch Köln), Dipl.-Ing. Modedesignerin aus Köln hat in angestellter Tätigkeit bei einem nachhaltigen Modelabel gearbeitet und sich über diverse Weiterbildungen zum Thema Nachhaltigkeit in der Modeindustrie etabliert.

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Lebensstil und Identität

Foto: Helena Wimmer

Eines der Hauptthemen des Journalisten und Buchautors Robert Misik ist die Globalisierung und ihre Auswirkungen auf gesellschaftliche Strukturen. Dabei beobachtet der Publizist durchaus auch mit Witz und Ironie Phänomene wie modische Trends und den gern zitierten Lifestyle seiner Generation. Was wir in seinem Impulsvortrag zur “Globalisierten Mode” erwarten können, hat er in einem kurzen Abstract skizziert.

Wenn wir shoppen, kaufen wir nicht nur Güter ein, wir kaufen uns vor allem einen Lebensstil zusammen. Weniger die sachliche, sondern vor allem die emotionale Seite der Waren wird nachgefragt. Moderne Gesellschaften zerfallen in Lebensstil-Gemeinschaften, deren Mitglieder sich vor allem durch die Güter unterscheiden, die sie konsumieren, durch Stil und Positionsgüter. All das gilt nicht nur für materielle Waren, sondern auch für immaterielle Erlebnisse. Die werbekritische Attitüde, dass dies den Menschen nur eingeredet und suggeriert werde, greift zu kurz. Die Konsumenten wissen über die Suggestion, und gerade deshalb fragen sie sich nach. Je wirksamer die Suggestion, desto besser das Produkt. Das verändert den Kapitalismus. Nicht nur gibt es eine Ökonomisierung der Kultur, sondern eben auch eine Kulturalisierung der Ökonomie. Doch dass wir mit den Waren, die wir konsumieren, unseren Lifestyle, unser Ich, unseren emotionalen Stil konstituieren, ist eine Erkenntnis, die durchaus etwas Erschreckendes an sich hat: Was ist denn noch “Ich” in uns, wenn der Kapitalismus unerbittlich in die engsten Nischen unseres privaten, zwischenmenschlichen und emotionalen Lebens eindringt? Wollen wir wirklich nur die Summe der von uns konsumierten “Identity Goods” sein?

Robert Misik (47) lebt in Wien. Er schreibt für eine Vielzahl deutschsprachiger Zeitungen und Zeitschriften, darunter Der Falter (Wien), Der Standard, die Berliner Zeitung, die tageszeitung, Der Freitag, Die Zeit, die Neue Zürcher Zeitung. Er betreibt den wöchentlichen Videoblog “FS Misik” und bloggt. Er wurde u.a. mit dem Österreichischen Staatspreis für Kulturpublizistik ausgezeichnet. Er ist Autor mehrerer Bücher, etwa “Genial dagegen. Kritischen Denken von Marx bis Michael Moore”. Besonders spannend für das Thema der Tagung ist sein 2007 im Aufbau-Verlag veröffentlichtes Werk “Das Kultbuch. Glanz und Elend der Kommerzkultur.”

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Schleiergeschichten

Verhüllen und Enthüllen. Die Impulse, die von den großformatigen Fotoarbeiten der Künstlerin Sarah Westphal ausgehen, akzentuieren die Kunstwerke der Mittelalter-Abteilung des Wallraf-Richartz-Museums auf besondere Art und Weise. Nicht nur die Nahaufnahme von Stoffen und Faltungen hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Auch das subtile Spiel zwischen Abdecken und Sichtbarmachen ist faszinierend. Die auf den Fotos als Stillleben inszenierten Objekte regen die Sinne an.

schleiergeschichten

Karin Rottmann war mit einer Gruppe Frauen des muslimischen Bildungswerkes in der Ausstellung unterwegs. Für die Teilnehmerinnen war es eine spannende Erfahrung, sich mit dem Thema “Schleier” intensiver auseinanderzusetzen. Und so entstanden eine ganze Reihe persönlicher Texte dazu. Das Parallelgedicht “Avenidas”, welches der großartige Dichter Eugen Gomringer verfasst hat, wurde im kreativen Schreibprozess zu einer Blaupause, die jede der Frauen mit ihren eigenen Erfahrungen zum Thema “Verhüllen” anfüllen konnte.

Braut
Braut und Schleier
Schleier
Schleier und Schönheit

Braut
Braut und Schönheit
Braut und Schleier und Schönheit und
ein Bräutigam

in Türkisch:

gelin
gelin ve duvak
duvak
duvak ve güzellik

gelin
gelin ve güzellik
gelin ve duvak ve güzellik ve
bir damat

Auch ein berührendes Elfchen-Gedicht entstand bei dem Besuch der Mittelalter-Abteilung:

Tod
kalt Sarg
unter der Erde
es wird nicht bleiben
Sonne

Zum Abschluss kam das Museumsgraffiti wieder zum Einsatz – hier als interessante Variante zu den bekannten Feedbackmethoden. Ein Wort für die Erfahrungen, die die Teilnehmerinnen während des gemeinsamen Besuchs im Museum gemacht hatten, sollte mittels textiler Schnüre auf den Boden gelegt werden. Da verdichten sich die Gedanken, die beim Betrachten der Bilder angeregt wurden zu einer einzigen pointierten Aussage – in deutsch und in arabisch.

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Kind, wie siehst du nur aus?

Foto von Diana Weis: Simone Gilges

Wer kennt den Satz aus der Überschrift nicht?! Auch wenn man nicht der Punkszene oder einer sonstigen Subkultur anghörte, so war es doch immer schon der “Job” von jungen Heranwachsenden, sich über das Äußere von den Eltern abzusetzen. Diana Weis, studierte Theaterwissenschaftlerin und Dozentin der Modesoziologie aus Berlin, beschäftigt sich wissenschaftlich mit Mode, Schönheitsnormen, Körperbildern und Körpergestaltung als Zeitgeistphänomene. Sie schreibt für für diverse Zeitungen und Magazine und unterrichtet die Fächer Ästhetik, Modesoziologie und Körperkultur & Zeitgeist an der Universität Hamburg  sowie Modetheorie an der AMD Berlin. In Kooperation mit dem Berliner Archiv der Jugendkulturen gab Diana Weis 2012 den Band “Cool Aussehen. Mode & Jugendkulturen” heraus, in dem sich verschiedenen Autoren mit den Stil-Codes jugendlicher Subkulturen und deren Einfluss auf den modischen Mainstream befassen.

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Foto: Diana Weis

Um schon mal einen Ausblick auf das Thema ihres Impulsvortrages zu geben, hat Diana Weis folgenden Text geschickt:

Jugendkulturen sind ästhetische Phänomene. Sie haben die explosive Wirkungsmacht der Mode intuitiv erfasst und für sich nutzbar gemacht. Die Mode des Mainstreams ist fester Bezugspunkt jugendkultureller Styles, die nicht selten als deren Antithese oder Zerrbild fungieren, wobei intuitiv radikale ästhetische Praktiken wie Dada und Surrealismus zum Einsatz kommen. Auf der anderen Seite zehrt die Mode-Industrie von der innovativen Kraft der Jugendkulturen. Kaum ein Designer zwischen Mailand und New York, dessen Entwürfe ohne ein Zitat „von der Straße“ auskommen. So werden vormals marginalisierte Jugendliche zu Trendsettern stilisiert, von deren Glaubwürdigkeit und bedingungsloser Wildheit man sich gerne etwas ausborgt. Längst sind die globalisierten Produktionswege so effektiv, dass jede noch so obskure Errungenschaft der Jugendmode bereits binnen weniger Wochen als wohlfeile Massenware erhältlich ist. Die Tendenz zur Ausdifferenzierung in verschiedene Style Tribes, welche sich durch die Her- und Zurichtung des Körpers optisch auf den ersten Blick als „Interessengemeinschaft“ zu erkennen geben, fand über die Jugendkulturen Eingang in die Gesamtbevölkerung und lässt sich mittlerweile in fast allen Alters- und Einkommensgruppen beobachten. Die grundsätzliche Verhandelbarkeit von Identität ist in allen Jugendkulturen angelegt und trägt zu deren Anziehungskraft bei.

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Kleidung gibt Würde

Auf welche Weise Kleidung mit der Würde eines Menschen verbunden ist, erkennt man in den Fotos von Gefangenen aus dem Zuchthaus in Siegburg, die von den Nationalsozialisten zwischen 1933 und 1945 angefertigt wurden. Das NS-Dokumentationszentrum präsentiert in seiner Ausstellung diese für die Häftlingskartei gedachten Bilder. Sie zeigen die Männer als Brustbild, mit nacktem Oberkörper. Beim Betrachten fällt einem die perfide Wirkung auf, welche die Nazis damit erreichten. Einerseits erzielte diese Prozedur eine Erniedrigung und Entwürdigung der Gefangenen, andererseits wurden die Fotografierten sofort als wehrlose Opfer erkennbar gemacht. Hier kommt einem besonders der Kontrast zu den üppig dekorierten Uniformen ins Gedächtnis, mit denen die Nationalsozialisten ihre Machtstellung gerne demonstrierten.

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Im NS-Dokumentationszentrum hat Birgit Kloppenburg von der Museumsschule Köln nun ein hochspannendes Experiment initiiert. Jugendliche haben sich intensiv mit der Biografie der Dargestellten beschäftigt und ihnen anschließend Kleidung zugeordnet. Sie sozusagen neu eingekleidet! Aus einem Fundus konnten die Schülerinnen und Schüler den ehemaligen Gefangenen Hosen, Jacken, Schuhe oder Hüte zuordnen. Durch ihr Tun entstand ein berührender Prozess: die Jugendlichen geben den Opfern auf diese Weise ihre Würde zurück: Sie verändern das Bild, das die Nazis von den Gefangenen hinterlassen hatten.

Wir freuen uns, dass einer der Beteiligten eingewilligt hat, hier sein Projekt zu veröffentlichen. Die oben zu sehende Abbildung zeigt die Inszenierung von Kleidung, Foto und Texten, die Oliver Rey für Louis Napoleon Gymnich erstellt hat.

Folgenden Text hat er über den Dargestellten geschrieben:
Am 08. 08. 1902 wurde Louis Napoleon Gymnich in Opladen geboren. Er studierte Germanistik, Philosophie und Theaterwissenschaften. Schon früh wurde er Leiter bei Karstadt in Hamburg. 1928 wech-selte er zu Leonard Tietz und wurde Abteilungsleiter in Elberfeld und Ludwigshafen. 1930 wurde er selbstständig, übernahm drei Drogerien von seinem Vater und war von nun an als Kaufmann und Besitzer für mehrere Drogerien zuständig.
Gymnich war Sympathisant der KPD und vielleicht auch Mitglied. Am 22. 06. 1936 wurde er in seiner Drogerie verhaftet und ins EL-DE-Haus gebracht. Später wurde er in das KZ Bu-chenwald überstellt. Nach der Befreiung durch die Amerikaner entschied er sich für ein Leben im östlichen Teil Deutschlands. Am 12. 04. 1981 starb Gymnich.

In einem kurzen Interview hat Birgit Kloppenburg den Schüler zu seinem Projekt befragt:
Was hast du gemacht?
Ich habe den Gestapo-Gefangenen Kleidung zugeordnet, die sie in ihrem früheren Alltagsleben getragen haben könnten.

Warum hast du das gemacht? / Kannst du die Auswahl der Kleider begründen?
Die Wahl der Kleidung habe ich getroffen aufgrund der Informationen, die in Akten über die Gefangenen dokumentiert sind. Da sind zum Beispiel Berufe genannt. Die Berufstätigen konnte ich mit anderen aus der Zeit vergleichen und die Kleidung zuordnen.
[Birgit Kloppenburg merkt an, dass die Schüler ihre Vergleichsbeispiele hier entnehmen konnten: August Sander: Menschen des 20. Jahrhunderts, z. B. Bd. 2: Der Handwerker. Sander hatte in erster Linie während der Zeit der Weimarer Republik fotografiert, sein Werk umfasst aber Fotos von 1892 bis 1952. In Band 2 finden sich Fotos von Schmieden, Schlossern, Laboranten, Kommu-nistischen Führern, „Geistesarbeitern des Proletariats“,…]

Bist du zufrieden mit der Auswahl der Kleider? Hättest du gerne andere Kleidungsstücke benutzt?
Ich bin zufrieden mit meiner Auswahl, weil ich Passendes aus der Kleidung, die ich zur Verfügung hatte, heraus gesucht habe.

Wie ging es dir bei der Zuordnung der Kleider? Hast du ein gutes Gefühl gehabt? Hast du gedacht, dass du die Demütigung von früher wieder gutmachen kannst? Oder hattest du das Gefühl, dass man das heute gar nicht mehr gutmachen kann?
Ich glaube, ich konnte den Gedemütigten wieder eine Identität zurück geben, so dass man sich an sie nicht nur als Gefangene der Gestapo erinnert, sondern auch als seriöse und nicht bloßgestellte Menschen.

Besonders schön ist es, dass die von den Schülerinnen und Schülern erstellten Installationen (Kleiderständer, Kleidung, Foto, ggf. handschriftliche Biografie) in der Ausstellung verbleiben werden. So sehen die Besucher des NS-Dokumentationszentrum dann nicht mehr nur das Bild eines entkleideten und dadurch gedemütigten Mannes, sondern sie sehen die Person hinter dem Opfer.

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Christina Bacher liest Geschichten vom Klamotten-Heinz

(C) Foto: Hanna Witte

Heute wollen wir ein besonderes Intermezzo vorstellen, mit welchem die Impulsvorträge zum Thema “Inklusion und Exklusion” gerahmt werden. Die Autorin Christina Bacher wird aus ihren eigens für die Tagung geschriebenen Geschichten vom Klamotten-Heinz lesen. Wer ist der Klamotten-Heinz und warum sollten wir Geschichten über ihn auf einer Tagung zum Thema “Mode” lesen, mag sich jetzt so mancher gefragt haben?!

Kleider machen Leute! Christina Bacher weiß das nur allzu gut. Sie arbeitet nämlich als verantwortliche Redakteurin für den Draussenseiter, Kölns Straßenzeitung. Hier sammelt sie gemeinsam in einem Team mit Wohnungslosen viele Geschichten rund um das Leben auf der Straße. Und lernt natürlich die Beteiligten in all ihren Facetten kennen – auch und vor allem, wie sie ihren Alltag bewältigen. Und dass dazu auch die Frage nach der passenden Kleidung eine Rolle spielt, kann man sich gut vorstellen. Meist geht es um praktische Dinge wie vernünftige Schuhe oder wärmende Pullover. Aber es gibt auch äußerst berührende Geschichten, wie eben die vom Klamotten-Heinz, der sich zu besonderen Gelegenheiten richtig schick macht .

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(C) Foto: OASE Archiv

Die Oase, Träger des Draussenseiter, betreibt auch eine Kleiderkammer. In einem Spendenaufruf ist dort gelistet, was am dringendsten gebraucht wird: Männerbekleidung in Form von Unterwäsche, Socken, Hosen, Jacken, T-Shirts, Pullover, Mützen, Handschuhe, Schals, Bademäntel, Jogging- und Schlafanzüge, Schuhe … Allein schon diese Liste lässt erahnen, welche Rolle die Kleidung im Leben derer spielt, die kaum noch eigenen Besitz haben. Diese Thematik auch einmal aus der persönlichen Sicht von Betroffenen zu hören, ist die Idee hinter Bachers Kurzgeschichte, auf die wir uns schon ganz besonders freuen.

Christina Bacher ist nach Lehr- und Wanderjahren in Kaiserlautern, Marburg, Bonn, Prag, und Montpellier in Köln gelandet. Als Journalistin und Autorin betreibt sie seither „Bachers Büro“, eine Schmiede für Texte aller Art. Von hier aus macht sie PR und Öffentlichkeitsarbeit, organisiert Veranstaltungen und schreibt für diverse Zeitungen. Als Koautorin der bekannten Kinder- und Jugendkrimireihe „Bolle und die Bolzplatzbande“ des Hessischen Rundfunks – nun erschienen in Buchform – geht sie seit 2008 regelmäßig auf Lesereise. Sie lebt mit ihrer Familie in Kölns kleinstem Stadtteil Mauenheim.

Seit August 2012 ist sie Stipendiatin des Kulturamts Kölns im Scriptorium der Antoniterkirche.

 

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