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Das Modeblog als Spiegel und Bühne

Die Kuratorin Mahret Kupka hat im Frankurter Museum für Angewandte Kunst die Ausstellung „Draußen im Dunkel. Weitermachen nach der Mode“ eingerichtet, die das Modethema aus einer interessanten Perspektive präsentiert. Ausgehend von der These, dass Mode beschreibt, wie der Mensch in seiner Zeit steht, werden in dieser Ausstellung vor allem Aspekte jenseits des Modekonsums gezeigt, die im Zusammenhang mit der angewandten Kunst auch für die Wahrnehmung von Mode als Handwerk sensibilisieren können. Die Ausstellung ist noch bis in den Januar hinein zu sehen und lohnt einen Abstecher nach Frankfurt.

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Flor de Maria
https://www.flordemariafashion.com/

Die Frage, was Mode heute ist und auf welche Weise wir Mode wahrnehmen bzw. auch diskutieren, ist ein wichtiger Impuls für die Arbeit der Kulturwissenschaftlerin, die für zahlreiche Zeitungen und Magazine wie Frankfurter Allgemeine Zeitung oder Texte zur Kunst schreibt. Die 33jährige promoviert derzeit an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe zum Thema “Das Modeblog als Spiegel und Bühne der Selbstinszenierung”. Im Rahmen der Tagung wird sie über ihre Forschungen zu diesem Thema sprechen. Wir haben im Vorfeld einen Text von Mahret Kupka erhalten, der schon einmal einstimmt auf ihren Impulsvortrag. Wir stellen ihn gerne an dieser Stelle komplett zur Ansicht ein.  MahretKupka_Abstract

Mahret Kupka hat nicht nur die historische Entwicklung von Mode im Blick, sondern sie wendet sich der Frage zu, wie sich die Wahrnehmung derselben im Internetzeitalter verändert hat. Der Forschungsgegenstand “Modeblog” trägt dem Rechnung. Kupka schreibt: “Mode wird in diesem Zusammenhang verstanden als symbolischer Wert, der einem Kleidungsstück zugesprochen wird. Mode an sich ist formlos und inhaltsleer. Sie wird erst sichtbar in ihrer Relation zu den Dingen, die als nicht modisch gelten. Mode beschreibt die Grenze zu dem Anderen.”

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